Eine Förderung macht ein Bauvorhaben nicht automatisch günstiger
Wer sich mit dem Hausbau beschäftigt, stößt früher oder später auf verschiedene Förderprogramme. Oft steht dabei zunächst der mögliche finanzielle Vorteil im Mittelpunkt.
Dabei wird jedoch leicht übersehen, dass Förderungen in der Regel an konkrete Anforderungen geknüpft sind, die zunächst erfüllt werden müssen. Dazu können beispielsweise zusätzliche Planungsleistungen, technische Nachweise oder besondere Ausstattungsmerkmale gehören.
Ob sich eine Förderung am Ende tatsächlich lohnt, hängt deshalb immer vom gesamten Bauvorhaben ab und sollte frühzeitig geprüft werden.
Förderfähigkeit und Förderwürdigkeit sind nicht dasselbe
Ein Bauvorhaben kann grundsätzlich die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen und damit förderfähig sein. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Förderung für das konkrete Projekt auch die wirtschaftlich sinnvollste Lösung ist. Denn viele Förderprogramme sind an zusätzliche Bedingungen geknüpft.
Dazu gehören beispielsweise:
- bestimmte energetische Standards
- Einkommensgrenzen
- Vorgaben zur Haushaltsgröße
- Anforderungen an die Wohnfläche
- oder weitere persönliche Voraussetzungen
Hinzu kommen häufig zusätzliche Leistungen und Nachweise, die für die Förderung erforderlich sind.
Dazu können beispielsweise gehören:
- energetische Berechnungen
- Begleitung durch einen Energieberater
- zusätzliche Planungsleistungen
- oder technische Ausstattungen zur Erfüllung der Fördervorgaben
Auch Finanzierungsbedingungen spielen eine Rolle. Einige Förderprogramme setzen beispielsweise einen bestimmten Eigenkapitalanteil voraus oder knüpfen die Förderung an weitere Anforderungen. Deshalb sollte eine Förderung immer als Teil des gesamten Bauvorhabens betrachtet werden.
Erst wenn alle zusätzlichen Anforderungen, Kosten und Finanzierungseffekte berücksichtigt werden, lässt sich beurteilen, ob eine Förderung für das konkrete Projekt tatsächlich sinnvoll ist.
Die günstigsten Zinsen sind nicht automatisch die günstigste Finanzierung
Bei Förderdarlehen wird häufig zunächst auf den Zinssatz geschaut. Dabei wird leicht übersehen, dass besonders günstige Konditionen oft mit höheren Tilgungsanforderungen verbunden sind. Dadurch steigt die monatliche Belastung teilweise deutlich an.
Deshalb sollte nicht nur die Frage im Mittelpunkt stehen, welcher Zinssatz angeboten wird. Mindestens genauso wichtig ist die Frage, welche monatliche Rate dauerhaft zur eigenen Lebenssituation passt.
Gerade bei langfristigen Finanzierungen lohnt es sich deshalb, die gesamte Finanzierung und nicht nur einzelne Förderbausteine zu betrachten.
Fazit: Nicht jede Förderung passt zu jedem Bauvorhaben
Förderprogramme können eine interessante Möglichkeit sein, die Finanzierung eines Hausbaus zu unterstützen. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Frage, ob eine Förderung grundsätzlich möglich ist.
Viel wichtiger ist die Frage, welche Anforderungen dafür erfüllt werden müssen und welche Auswirkungen diese auf das gesamte Bauvorhaben haben.
Dazu gehören unter anderem:
- zusätzliche technische Anforderungen
- notwendige Nachweise und Planungsleistungen
- Vorgaben der jeweiligen Förderprogramme
- sowie die langfristige Finanzierung und monatliche Belastung
Deshalb lohnt es sich, Förderungen nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit dem gesamten Projekt zu bewerten. Denn am Ende sollte nicht die Förderung im Mittelpunkt stehen, sondern ein Haus, das zur persönlichen Lebenssituation und zur Finanzierung passt.
Und wie sieht dein Bauvorhaben aus?
Wenn du aktuell über Fördermöglichkeiten nachdenkst oder unsicher bist, welche Programme für dein Bauvorhaben überhaupt infrage kommen, schauen wir uns gemeinsam an:
- welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen
- welche Auswirkungen die Förderung auf die Finanzierung hat
- und ob der gewünschte Förderweg tatsächlich zum gesamten Projekt passt
unverbindlich und ohne Verkaufsdruck.




