Die Sockelabdichtung schützt das Haus
Bevor Wege, Pflasterflächen oder eine Terrasse entstehen, ist der Sockelbereich des Hauses bereits abgedichtet. Diese Abdichtung schützt das Gebäude vor Feuchtigkeit und muss deshalb auch bei allen späteren Arbeiten an den Außenanlagen erhalten bleiben.
Wir vergleichen sie im Gespräch gern mit einem Gummistiefel: Solange er unbeschädigt ist, hält er das Wasser draußen. Bekommt er ein Loch, funktioniert dieser Schutz nicht mehr zuverlässig. Ähnlich verhält es sich mit der Sockelabdichtung. Wird sie beim Anlegen der Außenanlagen beschädigt, kann Feuchtigkeit in Bereiche gelangen, die eigentlich dauerhaft geschützt sein sollen.
Deshalb ist gerade bei Arbeiten unmittelbar am Haus besondere Vorsicht erforderlich – beispielsweise beim Setzen von Einfassungen, beim Pflastern oder beim späteren Anlegen der Terrasse.
Niederschlagswasser muss vom Haus weggeführt werden
Niederschlagswasser spielt bei der Gestaltung der Außenanlagen eine wichtige Rolle. Gerade bei stärkerem Regen muss berücksichtigt werden, wohin das Wasser rund um das Gebäude fließt und wo es versickern kann. Die Außenanlagen sollten deshalb so gestaltet werden, dass sich Niederschlagswasser nicht unmittelbar am Sockel sammelt.
Auch der Kieselstreifen direkt am Haus gehört zu diesem Bereich. Wie er ausgeführt wird, ist deshalb nicht nur eine Frage der Optik. Er muss bei der Planung der angrenzenden Flächen und der Wasserführung mitgedacht werden.
Dabei kommt es auch auf die Ausführung an. Wird der Kieselstreifen beispielsweise mit einem Bord eingefasst, benötigt dessen Befestigung ebenfalls Platz. Das Betonbett der Einfassung kann den für die Versickerung tatsächlich verbleibenden Bereich nach unten deutlich verkleinern. Deshalb sollte der Kieselstreifen von Anfang an ausreichend breit vorgesehen werden.
Bei der Terrasse kommt es auf die richtige Anschlusshöhe an
Besondere Aufmerksamkeit braucht der Bereich, in dem eine Terrasse unmittelbar an das Haus anschließt. Denn mit dem späteren Terrassenaufbau verändert sich die Höhe der Fläche direkt vor dem Sockel.
Die vorhandene Abdichtung darf dabei nicht einfach überdeckt oder auf Höhe der fertigen Terrasse beendet werden. Zwischen der Oberkante der Terrasse und dem oberen Ende der Abdichtung muss ein ausreichender Abstand erhalten bleiben, damit der Sockel auch nach Fertigstellung der Außenanlage zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt ist.
Welche Höhe und Ausführung im konkreten Fall erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Anschluss und dessen konstruktiver Ausführung ab. Deshalb sollte die spätere Terrassenhöhe bereits bei der Planung der Außenanlage mit dem vorhandenen Sockelaufbau abgestimmt werden.
Auch die spätere Geländehöhe muss berücksichtigt werden
Wenn das Haus übergeben wird, hat das Gelände rundherum häufig noch nicht seine endgültige Höhe. Erst mit den Außenanlagen wird aufgefüllt, modelliert und festgelegt, auf welcher Höhe die späteren Flächen an das Gebäude heranreichen.
Was bei der Hausübergabe noch nach viel Abstand zwischen Gelände und Fassade aussieht, ist deshalb nicht automatisch Fläche, die später beliebig aufgefüllt werden kann. Die vorhandenen Höhen am Haus geben wichtige Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Außenanlagen vor.
Warum wir das schon bei der Hausübergabe ansprechen
Wenn wir ein Haus übergeben, sind die Außenanlagen häufig noch nicht hergestellt. Gelände, Wege und Terrasse entstehen deshalb oft erst, nachdem unsere Arbeiten am Haus abgeschlossen sind. Trotzdem können diese späteren Arbeiten Bereiche betreffen, die bereits fertiggestellt sind und dauerhaft ihre Funktion erfüllen müssen.
Deshalb weisen wir bei der Übergabe darauf hin, worauf beim späteren Anlegen von Gelände, Kieselstreifen und Terrasse geachtet werden muss. Denn manches, was bei der Gestaltung der Außenanlage zunächst wie ein kleines Detail erscheint, kann direkten Einfluss auf den Feuchteschutz des Hauses haben.
Fazit: Beim Übergang zum Haus kommt es auf die Details an
Mit der Hausübergabe ist das Gebäude fertig – die Gestaltung des Grundstücks beginnt dagegen häufig erst danach. Gerade dort, wo Gelände, Kieselstreifen oder Terrasse unmittelbar an das Haus anschließen, müssen die bereits ausgeführten Bauteile berücksichtigt werden.
Diese Punkte sollten deshalb berücksichtigt werden, bevor rund um das Haus aufgefüllt, eingefasst oder gepflastert wird.
Denn bei den Außenanlagen geht es direkt am Haus nicht nur um die spätere Optik. Was dort ausgeführt wird, kann auch den Feuchteschutz des Gebäudes beeinflussen.




